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Holtheim

Lichtenau-Holtheim liegt geologisch gesehen auf der Grenze zwischen der Paderborner Hochfläche und dem Eggegebirge. Wie die anderen auf -heim endenden Orte des Soratgaues enstand Holtheim wohl in der fränkischen Ausbauphase um das Jahr 800. Urkundliche Belege hierüber fehlen aber bislang. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1015.

Holtheim hat zur Zeit etwa 250 Haushaltungen mit 906 Einwohnern, von denen etwa 90 % der katholischen Religion angehören. Kirchlich ist die Gemeinde als Pfarrvikarie mit eigener Vermögensverwaltung der Pfarrei St. Cyriakus in Kleinenberg zugeordnet.

Die Flächenausdehnung der ehemals selbständigen Gemeinde Holtheim betrug 16 Quadratkilometer bei einer durchschnittlichen Höhenlage von 336 Metern über N.N.

Neben einer Vielzahl meist kleinerer Gewerbebetriebe in Holtheim spielt die einst dominierende Land- und Forstwirtschaft wie fast überall keine so große wirtschaftliche Rolle mehr. Der Strukturwandel im ländlichen Raum hat sich auch hier bemerkbar gemacht. Bis auf zwei werden alle Höfe in Holtheim heute im Nebenerwerb geführt.

Trotzdem (oder zum Glück) hat sich Lichtenau-Holtheim sein ländliches Erscheinungsbild bis heute bewahren können. Großflächige Neubaugebiete oder Industrieansiedlungen wurden vermieden, die reizvolle Lage inmitten des Naturparks "Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald" macht Holtheim und seine Umgebung für Erholungssuchende und Urlauber attraktiv. Als Kehrseite der Medaille macht sich die fehlende Gewerbeinfrastruktur bemerkbar. Die meisten Arbeitnehmer müssen in die benachbarten Städte auspendeln, durch die Landschafts- und Naturschutzgebiete in Ortsnähe entsteht manche Einschränkung für die Landwirtschaft bzw. die Entwicklung der Gemeinde.

Die Bevölkerung in Holtheim ist sehr aktiv und engagiert sich in 9 Vereinen für das Gemeinwohl. Eine Tendenz zum "Schlafdorf" ist somit nicht festzustellen.

 
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