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Atteln

Lichtenau-Atteln liegt im Tal der Altenau. Schon vor 5000 Jahren lebten hier germanische Stämme, dessen Spuren man heute noch besichtigen kann. Sieben Steinkistengräber, davon zwei in Atteln, sind im Altenautal entdeckt und untersucht worden. Das größteSteinkistengrab ist seit 1978 freigelegt.

Atteln ist die älteste Landpfarrei in der früheren Diözese Paderborn. Bereits 897 wird ein Pfarrer Meinhard ausAtteln erwähnt. Der Legende nach wurde ihm dreimal im Traum aufgetragen, dem Bischof zu sagen, er möge die Gebeine des hl. Meinolfus "erheben".
Weil der Pfarrer untätig blieb, sei er blind geworden. Daraufhin sei er doch zum Bischof gegangen und habe nach der Erhebung (Heiligsprechung) sein Augenlicht zurückerhalten.

Der Name des Ortes steht offenbar in Beziehung zu der Familie (von) Atteln. Als im Jahre 804 die Sachsen im Reich Karl des Großen verteilt wurden, kamen Angehörige des Ministerialgeschlechts „von Atteln" ins Altenautal. Vermutlich haben sie dem neuen Heimatort ihren Namen gegeben. Im 13. Jahrhundert wird ein Anselm von Atteln inAtteln schließlich auch urkundlich erwähnt.

Die mittelalterlich Bedeutung wird durch die Tatsache, dass hier ein Freistuhl (Gerichtsstätte) bestand deutlich. Noch heute erinnert der Straßenname "Unterm Tigge" an dieses "Tiggericht".

Ab dem 15. Jahrhundert war das Paderborner Domkapitel die vorherrschende Grundherrschaft in AttelnAtteln gehörte zur preußischen Provinz Westfalen
und war Amtssitz bis zur kommunalen Gebietsreform 1975.
Zum Amt Atteln im Kreis Büren zählten die Ortschaften:
Atteln - Blankenrode - Dalheim - Elisenhof - Etteln - Haaren - Helmern - Henglarn - Husen

Das Wappen von Atteln zeigt einen durch das Paderborner Kreuz geteilten Schild.
Die Zeichen belegen die Abhängigkeiten des Dorfes im Mittelalter:

  • Das Paderborner Hochstiftskreuz
  • Die fünfblättrige Rose der Ritter von Brenken
  • Die Streitkolben der Ritter von Kalenberg
  • Das Rautengitter einer Adelsfamilie in Henglarn
  • Die Raute der Herren von Etteln


Gemeldet sind zur Zeit für das ca.15 qkm große Atteln
1.519 Einwohner (Stand: 30. Juni 2009) 770 männlich, 749 weiblich.

 


Der Attelner Spieker

Der Attelner Spieker, 1588 erbaut, ist ein restauriertes Fachwerkhaus aus der Weserrenaissance und gehört zu den bekanntesten Baudenkmälern im Paderborner Land.

Allein die Architektur vom Attelner Spieker und die Tatsache, dass es sich dabei um einen nun mehr als 400 Jahre alten Profanbau handelt, macht ihn für den Kulturhistoriker interessant. Reiche Fächerrosetten auf den Brüstungsplatten schmücken dieses Kleinod. Zu einem bäuerlichen Anwesen gehörte derAttelner Spieker mit Sicherheit nicht, mag auch seine Inschrift diese Deutungsmöglichkeit nahe legen. Ebenso wenig kommt der Spieker als Haus des Handwerks in Betracht.

Der Spieker nahm damals eher die Funktion eines Vogthauses oder Amtshauses ein, Ausdruck für den Sitz des obrigkeitlichen Stadthalters, dem 45 qm Wohnfläche und 45 qm Speicher zur Verfügung standen. Neben der Restaurierung des Spiekers zum attraktivsten Gebäude im Altenautal hat sich der Kreis in den vergangenen Jahren auch des gegenüberliegenden Gefängnisses angenommen.


Das Altenautal

Das Altenautal zählt zu den landschaftlich reizvollsten Tälern der Region und ist seit Jahrtausenden besiedelt. Davon zeugen viele Steinkammergräber mit einem Alter von bis zu 5.000 Jahren.

Das Tal bildet die Grenze zwischen den naturräumlichen Gebieten der Paderborner Hochfläche und dem nordöstlich gelegenen Eggegebirge.

Die Altenau entspringt in Blankenrode und mündet nach 28 km in Nordborchen in die Alme. In extremen Trockenzeiten fällt die Altenau vollständig trocken, bei intensiven Niederschlägen führt sie Hochwasser mit Überschwemmungen. Daher wurde 1985 bei Lichtenau-Husen ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut, das heute zum beliebten Naherholungsziel geworden ist.

Beliebt ist das Altenautal besonders bei Radfahrern. Gastfreundliche Restaurants und Cafés sowie viele Freizeiteinrichtungen erwarten die Radfahrer direkt am Wegesrand.

 
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