top
 
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Machsche Streifen

Bei einer Abfolge von Flächen unterschiedlicher Graufärbung, die in sich keine Farbgraduierung haben, beobachten wir entlang der Grenzen machsche Streifen. Es handelt sich dabei um helle und dunkle Streifen, die den Kontrast zwischen den Flächen verstärken.

Die Verarbeitung visueller Eindrücke beim Menschen stützt sich auf das Erkennen von Linien und Kanten. Strichzeichnungen erkennen wir oft besser als Fotos, die nur Farbschattierungen enthalten. Die Marskanäle sind ein Beispiel für eine Sinnestäuschung, da auch Linien zu sehen sind, wo eigentlich gar keine sind.

Bereits die Bildwahrnehmung im Auge betont Linien. Obwohl in der Abbildung unten die oberen Flächen nur diskrete Grautöne besitzen, sehen wir an den Übergängen einen Helligkeitsverlauf, der den Kontrast überhöht: Die dunkle Kante erscheint dunkler, der helle Bereich heller.

Der Graukeil im unteren Teil des Bildes erscheint inhomogen, obwohl sich der Grauwert von links nach rechts linear ändert.

Die Ursache für dieses Wahrnehmungsphänomen liegt in der Verschaltung der Rezeptoren in der Netzhaut. Ca. 100 Mio Rezeptoren steuern ca. 1 Mio rezeptive Felder, die die Signale zur Verarbeitung bereitstellen. Durch die Verschaltung verstärken die Rezeptoren nicht nur Signale, sondern können sie abhängig vom Entstehungsort auch abschwächen.

Machsche_Streifen

Machsche Streifen an den Kontrastgrenzen
einheitlich gefärbter Flächen.

Grafik aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

 
Staunen Sie über allerhand Unmögliches aus dem Bereich der optischen Wahrnehmungstäuschung: