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Der Blinde Fleck

Wussten Sie schon, dass auch Sie einen blinden Fleck auf Ihrer Netzhaut besitzen?

Probieren Sie es aus:

  • Halten Sie das linke Auge geschlossen.
  • Fixieren Sie bei gerader Kopfhaltung mit dem rechten Auge das X.
  • Verändern Sie den Abstand zum Bildschirm.
  • Bei einer Bildschirmentfernung von ca. 25 - 35 cm verschwindet der Kreis.

Der_blinde_Fleck_der_Netzhaut

Als blinder Fleck wird die Stelle der Netzhaut bezeichnet, an der der Sehnerv (Nervus opticus), gemeinsam mit den Blutgefäßen für die Versorgung der Netzhaut in das Auge eintritt. Diese Stelle, die so genannte Papille, liegt vom gelben Fleck aus gesehen in Richtung der Nase. An dieser Stelle befinden sich keine Lichtrezeptoren, der Fleck ist also wirklich blind.

Normalerweise wird diese Lücke im Gesichtsfeld nicht wahrgenommen, sondern kann in den bildverarbeitenden Hirnregionen ergänzt werden durch die Farben der umgebenden Bereiche und das Bild des anderen Auges (das Loch im Bild des linken Auges deckt sich nicht mit dem des rechten).

Der blinde Fleck existiert, da die Fasern des Sehnervern auf der Seite des Augeninneren an den Sehzellen ansetzen, ein Stück weit in Inneren des Auges verlaufen und dann an einer Stelle gemeinsam gebündelt aus dem Auge heraus austreten - eben im blinden Flecken. Diese auf den ersten Blick "unpraktische" Konstruktion beruht auf der Entwicklung des menschlichen Auges im Laufe der Evolution: Die Netzhaut ist entwicklungsgeschichtlich eine direkte Ausstülpung des Gehirns, die Schichten der Nervenzellen ähneln denen in der Großhirnrinde.

 
Staunen Sie über allerhand Unmögliches aus dem Bereich der optischen Wahrnehmungstäuschung: